Fliegen, fliegen, fliegen können - vielleicht der älteste Traum der Menschheit.
Zwei Menschen stehen am Strand und träumen, träumen von einem weit entfernten Land. Nur Fliegen müsste man können... Sie träumen und setzen langsam ihre Träume um, Schraube für Schraube, Blech
für Blech, Rad für Rad. Sie bauen sich eine Flugmaschine, um damit über das Meer fliegen zu können, so schön, so elegant wie die Albatrosse.
Eine Geschichte vom Träumen, von einer liebevollen Freundschaft und elementarer Gemeinsamkeit. Immer begleitet von Albatrossen.
Ab 5 Jahren.
Spiel Hansueli Trüb, Regie Thomas J. Hauck, Musik Monika Flieger, Bild Raphael Schneider, Produktion Liliane Heldner Neill
Für diese Produktion übernimmt das Aargauer Kuratorium zweimal pro Jahr einen Beitrag von Fr. 800.00 für Aargauer Veranstalter. Die Unterstützung muss in der Werbung mit dem Logo des Aargauer
Kuratoriums kommuniziert werden.
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Der Traum vom Fliegen
THEATER «Der Atlantikflug» nach einem Kinderbuch von Thomas J. Hauck
STEFAN WORMINGHAUS
Der Aarauer «Fabrikpalast» ist be- kannt für anspruchsvolles Figu- rentheater. In eigenwilliger Form - als «Ein-Mann-Figuren-Schauspiel- Material-Erzähltheater» - wurde nun ein Stück nach dem Kinderbuch «Der Atlantikflug» von Thomas J. Hauck uraufgeführt. Das Stück, in dem der Autor selber Regie führte, handelt von Fernweh und Freundschaft, von Langeweile und dem plötzlichen Erwachen der Tatkraft. Grundlage der Geschichte bilden die französischen Piloten Charles Nungesser und François Coli, die noch vor dem gefeierten Helden der Luftfahrt, Charles Lindbergh, mit einem Flugzeug zur Atlantiküberquerung antraten, diese vermutlich schafften, aber verschollen blieben.
Einziger Schauspieler im Stück ist Hansueli Trüb (spielt mit gerissener Achillessehne an Krücken!). Trüb tritt als Mann mittleren Alters auf, der sich aus seinem pedantisch geordneten Alltag ins Abenteuer träumt. Dieser erzählt dem Publikum eine Geschichte von zwei flugbegeisterten Freunden, die er im Laufe des Erzählens aus Papier ausreisst,
bemalt und diesen Schablonen mit seinen Worten so viel Leben einhaucht, dass letztlich drei Figuren auf der Bühne stehen.
DIES ERGÄBE ein «Ein-Mann-Figuren- Schauspiel-Erzähltheater» - fehlte das Material. Nachdem die «Pappkameraden» zum Leben erweckt sind und sich aus ihrer lethargischen Sehnsucht befreit haben, beginnt der Erzähler die Flugmaschine zu bauen, welche die beiden Freunde über den Atlantik tragen soll. Wie das aus Überseekoffern, Kisten und Kästen gestaltete Bühnenbild ist diese Flugmaschine selbst ein Kunstwerk. Die einen würden sagen, es sei ein Dreirad mit einem stoffbespannten Drahtgestell als Flügel, doch das Publikum hätte nicht gestaunt, hätte das Vehikel tatsächlich abgehoben. Dass die Uraufführung von «Der Atlantikflug» Flügel bekam, lag auch an der Musik: Zum schwerelosen Akkordeonsound von Monika Flieger stürzt kein Flugzeug ab.