Krabat - von Otfried Preussler

Mit den Mitteln des Licht- und Schattentheaters inszenierte Das Theater-Pack eine musikalische Interpretation dieses packenden Jugendromans.
Krabat beruht auf einer sorbischen Sage, die sich in der Gegend der Lausitz (Ostsachsen) zugetragen haben soll. Krabat, auch sorbischer Faust genannt, hat als tapferer und weltgewandter Soldat tatsächlich gelebt und ist im Jahr 1704 achtzigjährig hochgeachtet gestorben. Preussler arbeitete während zehn Jahren an seinem Werk, das ihn dann - nach der ‚Kleinen Hexe‘‚ dem ‚Räuber Hotzenplotz‘ und dem ‚Kleinen Gespenst‘ - schlagartig auch als Jugendbuchautor weltweit bekannt und beliebt machte. Mittlerweile ist es in über 30 Sprachen übersetzt, erreichte Millionenauflagen, wurde vertont, verfilmt und auf die Bühne gebracht.
Der Jugendroman Preußlers zeigt in eindrücklichster Weise das Erwachsenwerden eines Jugendlichen, indem er sich mit der Kraft misst, sich mit den Möglichkeiten der Schwarzen Magie auseinandersetzt, sich der Verlockung durch Macht widersetzt und letztlich die Liebe entdeckt, die Liebe zum andern Geschlecht, aber auch den Glauben an sich und an die Gerechtigkeit.
Das Theater-Pack suchte nach einer Darstellungsform, die dieser packenden Geschichte entspricht, die ganz vom Gegensatz zwischen Gut und Böse, dem Kampf der hellen gegen die dunklen Mächte lebt. Das Licht- und Schattenspiel bietet sich hier geradezu an, bewegt es sich doch stets zwischen Sein und Schein, Realität und Traum, Erleben und Zauberei. Das Auflösen der Grenzen, der Einsatz überraschender Elemente und ein strenger Rhythmus durch Jahr und Zeit prägen die Inszenierung. Die kraftvolle Sprache Preußlers wird im Erzähltheaters vermittelt. Schatten-, Figuren- und Dialogszenen illustrieren und regen die Fantasie des Zuschauers an.
Mit Günter Marx aus München, dem ehemaligem Konzertmeister der Philharmonie Dortmund und Mitglied des experimentellen Ensemble Trionys, konnte ein Musikalischer Leiter gewonnen werden, der die Geschichte auch musikalisch gekonnt umsetzte. Er verstand es, Kompositionen von Igor Strawinsky mit elektronisch verfremdeter Geige zu kombinieren und der Inszenierung einen ganz eigene Stempel aufzudrücken. - Ab 10 Jahren.

 

Spiel Ute Sengebusch und Hansueli Trüb
Regie Boris Knorpp
Musikalische Leitung Günter Marx
Komposition Igor Strawinsky und Günter Marx
Ausstattung Tine Beutel
Dramaturgiebegleitung Nina Knecht
Ideen und Weiteres Laura Huonker
Grafik Vera Huonker
Produktion Renata Müller


Für diese Produktion übernimmt das Aargauer Kuratorium zweimal pro Jahr einen Beitrag von Fr. 800.00 für Aargauer Veranstalter. Die Unterstützung muss in der Werbung mit dem Logo des Aargauer Kuratoriums kommuniziert werden.

Aargauer Zeitung 7.3.2009
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Tages-Anzeiger 6.4.2011
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